Wesentliche Änderungen
ab 1.8.2005
1. Direkt auszuführender Freiwurf nach Spielende (1. + 2 HZ inkl.
Verlängerungen bei Pokalspielen):
- Nur die angreifende Mannschaft darf einen Spieler (z.B. einen besonders großen
Werfer) einwechseln, die abwehrende Mannschaft darf nicht mehr auswechseln.
- Die Mitspieler des Werfers müssen (wie die Abwehrspieler) 3m
Abstand zum Werfer einhalten (undurchsichtiges Gedränge um den Ball
entfällt somit).
2. Wegfall des automatischen TIME-OUT bei 7-m Entscheidungen.
Nur bei Werfer- oder Torwartwechsel sollte Time-out gegeben werden.
3. Künftig hält der Zeitnehmer die Uhr sofort an, wenn er das Spiel
durch Pfiff unterbricht. Alle nachfolgenden Aktionen mit Ausnahme von Strafen
sind ungültig.
4. Der Mannschaftsverantwortliche hat mehr Pflichten. ER ist dafür
zuständig, dass sich in seinem Auswechselbereich nur die im Spielprotokoll
eingetragenen Personen aufhalten. Bei Fehlern wird ER dafür
eine Strafe (ab Verwarnung) bekommen. Die Disqualifikation für nicht
teilnahmeberechtigte Spieler entfällt.
5. Bei Verletzungsunterbrechung dürfen maximal zwei Sportkameraden
der betroffenen Mannschaft (= im Spielprotokoll eingetragene Spieler oder
Offizielle) den Verletzten behandeln. Sollte einer von ihnen stattdessen
auf dem Spielfeld Anweisungen an seine Spieler geben oder sich mit dem SR oder
Gegenspielern beschäftigen, wird er zukünftig bestraft (ab Verwarnung).
6. Bei Kreiseintritt durch einen Ballbesitzer gibt es nun Abwurf
durch den Torwart. Früher musste u. U. mühselig korrigiert werden,
jetzt kann das Spiel schneller direkt aus dem Torraum weitergeführt werden,
ohne die korrekte Fehlerstelle zu suchen.
7. Anlauf außerhalb des Spielfeldes, um z.B. mehr Schwung beim Wurf von Außen zu haben, wird im Wiederholungsfall mit Freiwurf für den Gegner geahndet.
8. Wenn ein Spieler, der sich im Sprung in der Luft völlig schutzlos befindet,
durch eine Abwehraktion gefährdet wird, kann dieses kleine, harmlos
aussehende Foul weit reichende Verletzungsauswirkungen
haben, die bis zum sehr langfristigen Ausfall dieses Spielers führen können.
Die Schiedsrichter sollen diese Auswirkungen unbedingt berücksichtigen
und den fehlbaren Spieler nach gemeinsamer Beratung disqualifizieren.
9. Schnelle Ausführung des Anwurfs: der Werfer muss mit dem Ball auf der Mittellinie STEHEN!! Ein Laufen oder Rennen ist nicht gestattet.
10. Geht der Ball an die Decke oder einen Gegenstand über dem Spielfeld gibt es nun EINWURF, statt bisher Freiwurf.
11. Alle Würfe, die OHNE Anpfiff FALSCH ausgeführt werden, MÜSSEN in jedem Fall korrigiert und dann angepfiffen werden. Wird dann ein Fehler gemacht, gibt es Freiwurf für den Gegner, es sei denn, der Ball landet bei einem nicht angepfiffenem falsch ausgeführten Wurf unmittelbar in den Händen des Gegners; dann geht das Spiel weiter (Vorteil).
12. Verhält sich ein Sportkamerad, der noch nicht im Spielbericht eingetragen ist, vor dem Spiel gegenüber einem Schiedsrichter unsportlich oder tätlich, hatte der Schiedsrichter bisher keine Handhabe, wenn dieser Spieler später nachgetragen wurde. Künftig kann er ihn auch später entsprechend bestrafen, sobald er nachgetragen wird.
13. Die Funktion Spielführer / Kapitän wurde abgeschafft, da er nur eine Aufgabe hatte: die Wahl/das Losen vor Spielbeginn. Diese Tätigkeit kann von einem Offiziellen oder einem anderen teilnahmeberechtigten Spieler wahrgenommen werden.
14. Pfiff aus den Zuschauerreihen: Leider hat diese Unsportlichkeit in den letzten Jahren zugenommen. Sollte durch einen solchen Pfiff ein Spieler, der sich mit Ball völlig frei vor dem Torwart befindet, den Wurf abbrechen, werden die Schiedsrichter auf 7-m für ihn entscheiden. Außer Ärger bringt das also nie etwas! Gleiches gilt, wenn in einer solchen Phase z.B. das Licht ausfällt.
16. PASSIV - eine sehr schwierige Regel? In den letzten Jahren hat es
folgende Neuerungen gegeben:
- Wenn eine Mannschaft ohne Druck auf das gegnerische Tor spielt, wird das Warnzeichen
gegeben.
- Nach dem Anzeigen des Passivwarnzeichens hat die betroffene Mannschaft ca.
5 lange Sekunden Zeit, um eine Temposteigerung zu erzielen bzw. eine erkennbare
Angriffsaktion zu beginnen. Erst danach, also mehr oder weniger lange NACH diesen
5 Sekunden, kann auf Passiv entschieden werden.
- Wird nach einem Torerfolg der Ball trotz Aufforderung durch den Schiedsrichter
der Ball nur sehr zögernd zum Mittelpunkt gebracht, wird der Schiedsrichter
mit dem Anpfiff das Warnzeichen Passiv zeigen.
- Wird mit der Gewissheit, dass es Schiedsrichter korrigieren, wenn Spieler
z.B. in Unterzahl bewussteinen falschen Ausführungsort wählen, Zeit
geschunden, soll zukünftig solch krassen Fällen sofort mit dem
Freiwurfanpfiff das Warnzeichen gezeigt. Die Schiedsrichter sind entsprechend
geschult.
- Die Passiv-Phase wird aufgehoben und das Spiel kann erneut ruhig (ohne Passivwarnzeichen)
aufgebaut werden bei:
o Foul der abwehrenden Mannschaft, das mit einer Strafe (ab Verwarnung) geahndet
wird;
o Ausführung eines Torwurfs, bei dem der Ball vom Torwart abgewehrt wird
oder an Pfosten/ Latte prallt UND zur werfenden Mannschaft zurückkommt.
17. Offizielle / Trainer, die während des Spiels den eigenen Auswechselraum verlassen, sich unter die Zuschauer mischen und von dort verbal, mitunter unqualifiziert, gegen die Schiedsrichter weiter agieren, unterstehen nach wie vor der Strafbefugnis durch die Schiedsrichter.
18. Die Torwarte einer Mannschaft müssen die gleiche Trikotfarbe benutzen,
die sich von den Farben aller anderen Spieler (Heim-/Gegner) deutlich unterscheiden
muss.
Gleiches betrifft auch die Farbe von Überziehhemdchen beim Wechsel eines
Torwarts zu Gunsten eines 7. Feldspielers (also TW-ROT, Überziehhemdchen-ROT).